Snoezelen / Snoezelenraum

Unser Snoezelraum ist noch in Arbeit 

 

 

Herkunft/Name:

Snoezelen kommt aus dem niederländischen und setzt sich aus 2 Wörtern zusammen, einmal aus snuffelen (schnüffeln) und aus doezelen (dösen).
Duden: „gedankenlos dasitzen“

 

Von Wem erfunden:

Die theoretische Grundlage für die Snoezelräume wurde 1966 von den 2 amerikanischen Psychologen Cleland und Clark gelegt. Sie starteten Untersuchungen über Möglichkeiten der Entwicklungsförderung, der verbesserten Kommunikation und der Verhaltensänderung durch ausgewählte Sinnesangebote bei entwicklungsverzögerten, hyperaktiven, geistig behinderten und autistischen Personen.

1978 in Holland entstanden aus einem Sinneszelt was für geistig behinderte aufgebaut wurde die ersten Snoezelenräume. Alle Sinne sollten hier angesprochen werden. Der Begriff Snoezelenraum wurde von zwei Holländer Zivis geprägt.
Die Ursprungsidee war es einen Raum zu haben in dem sich geistig Behinderte entspannen und erholen konnten. Es scheint als ob es zu Beginn im Wesentlichen um die Entspannung ging, inzwischen unterscheidet man zwischen Snoezelen als Entspannung und Snoezelen als Therapie.

In Holland geht es Schwerpunktmäßig um die Entspannung während es in Deutschland um Therapie geht. Frau Mertens versucht zurzeit Snoezelen als Therapie abrechenbar zu machen.

 

 

Für wen?

Ursprünglich für geistig behinderte;
Inzwischen wird es für jeden Menschen, durch alle Altersgruppen hindurch und bei verschiedenen Krankheitsbildern angewendet, aber zu wenig angeboten.

  • Pädiatrie: Kindergärten, Vorschulen, Frühförderungsinstituten

  • Psychiatrie, Praxen, Geriatrie, Seniorenheime

  • In der Schwangerschaft & danach  

  • Burnout & Stressgeplagte Menschen & Trauer & Trauma

 

Ziele/ Grundprinzipien

  • Entspannung nicht nur der einzelnen "Körperteile", sondern auch die Möglichkeit, innerlich loszulassen. Bei Wiederholungen steigt die Fähigkeit, sich zu entspannen und abzuschalten. Der Prozess beschleunigt sich.

  • Stimulierung der Wahrnehmung

  • Die sinnliche Erlebniswelt zu bereichern.

  • Die Kontaktfähigkeit wird erhöht, und die Integration in soziale Strukturen wird leichter.

  • Stress wird reduziert durch Tiefenentspannung

  • neue Perspektiven zu entwickeln und Energie zu tanken

 

Die Ziele sind abhängig von der Person und der jeweiligen Tagesform
Es muss auf denjenigen eingegangen werden und darauf geachtete werden wie er darauf reagiert um nicht eine negative Wirkung zu erzielen
Es muss darauf geachtet werden, dass ein angemessenes Maß an Reizquellen eingesetzt wird, da sonst eine Reizüberflutung geschehen könnte und so die Reize nicht angemessen verarbeitet werden, z.B. Wenn ein psychisch Kranker massiv unter Ängsten leidet kann Ich den Raum nicht völlig dunkel machen nur weil wir das schon einmal hatten und es demjenigen gefallen hat.

Beim gemeinsamen Snoezelen von Betreuer und Tagesgast entsteht mit der Zeit ein so enges vertrauensvolles Verhältnis, da ich mein Gegenüber und er mir die innersten Gefühle offenbare, daß sich dies positiv auf den weiteren Therapie- und Entwicklungsverlauf auswirken kann.

Um all dies erkennen und registrieren zu können ist es unbedingt notwendig, das ich möglichst alle Geräusche, auch Sprache, Körpersignale und Gesichtsausdrücke beobachte um genau erkennen zu können, welche Stimulierungen angenehm oder unangenehm sind.

Dies gilt besonders für Benutzer die der Sprache nur im geringen Umfang mächtig oder Bewegungsunfähig sind, denn Sie sind auf die Beobachtungen des Betreuers angewiesen, damit für Sie unangenehme Situationen nicht länger von Ihnen ausgehalten werden müssen, Sie sich in Ihren Äußerungen ernst genommen und als eigenständige Persönlichkeiten fühlen können.

Immer weniger finden Menschen einen Platz zur Ruhe und Entspannung in ihrer Umgebung


Macht der Raum die Veränderung oder die Person selber?

Wir gehen davon aus, dass der Snoezelenraum in seiner Gesamtheit mit den Medien gesehen werden muss. Daraus würde folgen, dass die grundsätzliche Wirkung tatsächlich durch den Raum geschieht und nicht durch die Person. Die Person muss aber mit sich geschehen lassen. Geht sie mit einer Abwehrhaltung in den Raum rein so wird es dem Raum „schwer fallen“ eine Veränderung zu bewirken. Nicht zu vergessen ist natürlich auch die Begleitperson die das Maß der Reize bestimmt. In unserer Fragestellung sollte dies aber in den Hintergrund rücken.

 

Snoezelen mit Kindern

Ebenso wie regelmäßige körperliche Bewegung sind Entspannungs- und Ruhezeiten wichtig für die gesunde Entwicklung des Kindes.

Die Entwicklung vieler Kinder ist durch Reizüberflutung, Wahrnehmungsdefizite und hohes Stress-Potential im Alltag beeinträchtigt. Das gemeinsame Entspannen im kindgerechten Snoezelenraum schafft hier einen Ausgleich, eröffnet neue Wahrnehmungserfahrungen und trägt zum geistigen und körperlichen Wohlbefinden der Kinder bei.

Außergewöhnliche Lichteffekte und Farben, schöne Düfte, beruhigende Klänge und sanfte Vibrationen erleichtern das Abschalten vom Schul- oder Kindergartenalltag, lassen die Kinder zur Ruhe kommen und laden ein zur Traumreise. Gerade im Kindergarten- und Schulbereich ist eine multifunktionale Nutzbarkeit des Snoezelenraumes sinnvoll und bietet viele pädagogische Möglichkeiten.

Der persönliche Kontakt und die Kommunikation sind viel intensiver, unabhängig davon wie lange so eine Sitzung dauert. Regelmäßigkeit sollte jedoch gewährleistet sein.
Die Dauer einer Sitzung bestimmt in erster Linie der Tagesgast  so das von einer durchschnittlichen Zeit von ca. 30/ 45 oder 60 Minuten je Anwendung.

 

Unser Snoezelen- Raum ist mit einem Vibrations- Klangbett ausgestattet. Dadurch können sie MUSIK nicht nur HÖREN sondern auch SPÜREN

Snoezelen ist aber auch in der Gruppe möglich (mam. 4 Personen). Hier ist es ein Ziel etwas gemeinsam zu erleben. Zuvor sollte jedoch jedes Gruppenmitglied die Möglichkeit haben sein Umfeld selbständig zu erforschen und Snoezelen-Eindrücke zu sammeln.
Nur bei vertrauter Umgebung wird es ihm möglich sein sich auf andere Personen einzulassen und sich diesen gegenüber zu öffnen. Die meisten Gruppenmitglieder beginnen sich nach ca. 10 bis 15 Minuten zu entspannen. Durchschnittlich dauern diese Sitzungen 45 bis 60 Minuten.

 

 

 

 

 

 

 

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